Baby zum Schlafen bringen – 9 erprobte Tipps, wenn dein Baby nicht in den Schlaf findet

Sarah Mann·14 Minuten Lesezeit

Wenn dein Baby einfach nicht zur Ruhe kommt und regelmäßig gegen das Einschlafen kämpft, ziehen sich die Abende (oder die Tage) schnell in die Länge und die ganze Familie leidet.

baby zum schlafen bringen — Baby zum Schlafen bringen – 9 erprobte Tipps, wenn dein Baby nicht in den Schlaf findet

Doch was kann man tun, wenn Baby einfach nicht einschlafen will?

Erhalte in diesem Artikel 9 kostbare Tipps, um deinem kleinen Schatz zu helfen, besser in den Schlaf zu finden. Du willst dein Baby zum Schlafen bringen? Nutze die Erfahrung einer sechsfachen Mutter (von teils sehr schlechten Schläfern) und ausgebildeten sanften Schlafberaterin.

Baby zum Schlafen bringen

Wie kann ich mein Baby zum Schlafen bringen? – 9 erprobte Schritte

Wie du vorgehen kannst, um dein geliebtes Baby endlich zum Schlafen zu bringen, verrate ich dir jetzt in meinen 9 erprobten Tipps und Strategien!

1. Schaffe eine beruhigende Schlafumgebung

Eine beruhigende und komfortable Schlafumgebung ist entscheidend für die Qualität des Schlafs deines Babys.

Ein paar einfache Anpassungen können einen großen Unterschied machen:

Bettchen

Stelle sicher, dass das Bettchen bequem und sicher ist. Eine feste Matratze ist wichtig. Vermeide Überdecken oder Kuscheltiere im Bettchen, um das Risiko einer Überhitzung oder Erstickung zu reduzieren.

Ideal ist ein der Jahreszeit entsprechender Schlafsack.

Temperatur

Halte den Raum kühl, aber gemütlich. Eine Raumtemperatur von etwa 18-20 Grad Celsius ist ideal.

Manchmal braucht ein Baby auch eine Schicht mehr oder weniger Kleidung und der Schlaf verbessert sich von alleine.

Licht

Dunkle den Raum ab, um deinem Baby zu signalisieren, dass es Schlafenszeit ist. Falls nötig, verwende ein schwaches Nachtlicht, um eine beruhigende Atmosphäre zu schaffen.

Babys Zimmer sollte nachts komplett abgedunkelt sein. Sonst wecken gerne die ersten Sonnenstrahlen um 4 oder 5 Uhr morgens dein Baby auf und vorbei ist es mit dem Schlummertraum.

Gutes Einschlafen geschieht im dunklen Zimmer leichter, sowohl tagsüber als auch abends. Denn Dunkelheit ist ein starker Schlaftrigger für Babys Gehirn!

(Mehr dazu: Sarah’s Empfehlungen: Warum Babys im Dunkeln besser schlafen)

Geräusche

Eine ruhige Umgebung oder sanfte weiße Geräusche können helfen, dein Baby zu beruhigen und externe Ablenkungen zu minimieren.

Prüfe auch, ob eventuell elektrische Geräte, blinkende Mobiles oder Lärm von der Straße stören.

2. Altersgerechten Schlafbedarf klären

Mit jedem Entwicklungsstadium ändern sich auch die Schlafbedürfnisse deines Babys. Es ist wichtig, die Schlafgewohnheiten entsprechend anzupassen. Hierzu einige Tipps:

  • Informiere dich über den altersgerechten Schlafbedarf deines Babys
  • Überprüfe auch die Nickerchenanzahl und die ideale Bettgehzeit
  • Sei bereit, die Schlafgewohnheiten deines Babys anzupassen, wenn es Anzeichen von Veränderungen zeigt, wie z.B. den Übergang von zwei Nickerchen auf ein Nickerchen pro Tag.

Indem du die Schlafgewohnheiten deines Babys an sein Alter und seine Entwicklung anpasst, schaffst du eine solide Grundlage für gesunden Schlaf und für den Einschlaf-Prozess.

Ausführliche Infos zu einer altersgerechten Routine, Babys Bio-Rhythmus und eine Anleitung zum bindungsorientierten Schlafen lernen findest du in meinemBabyschlaf-Kompaktkurs.

3. Ein geregelter Tagesablauf

Meiner Erfahrung nach sollte man dem Baby-Tag einen zeitlich festen Rahmen geben (+-15 Min dürfen sein) – natürlich entsprechend den Bedürfnissen und dem Bio-Rhythmus deines Babys.

Ein fester Rahmen gibt deinem Kind Orientierung und hilft seinem Körper zu wissen, wann Wach- und Schlafenszeit sind. Folglich helfen ihm dann die Ausschüttung der Schlafhormone zu entsprechenden Schlafenszeiten beim Einschlafen.

Grob gesagt, ist für die meisten Babys und Kleinkinder ein Rahmen von 7 Uhr Aufstehen und 19 Uhr Schlafenszeit optimal. Natürlich kommt es dann noch aufs Alter, Anzahl und Länge der Nickerchen und persönliche Faktoren an, ob ein bisschen früher oder später sein darf.

Übrigens ist eine altersgerechte frühe (!) Bettgehzeit oftmals ein entscheidender Schlüssel zur Veränderung, wenn dein Baby gegen das Einschlafen kämpft und sich wehrt und schreit.

Ein gut strukturierter Tagesablauf hilft deinem Baby, sich sicher und geborgen zu fühlen, und fördert auch eine bessere Schlafqualität. Die Vorhersehbarkeit des Tagesablaufs ermöglicht es deinem Baby, sich auf die Schlafenszeit vorzubereiten und besser zu schlafen.

4. Nickerchen ernst nehmen

Hier kommt ein Faktor, der gerne unterschätzt wird, wenn es um allabendliche Kämpfe beim Einschlafen geht: Häufig ist der schlechte oder der fehlende Tagesschlaf (oder eine falsche Tagesroutine) das Hauptproblem, wenn das Baby nicht einschlafen kann oder will!

Gute Nickerchen an einem ruhigen, dunklen Schlafplatz helfen deinem Baby ausgeruht und fröhlich zu sein. Das gilt ganz besonders ab 4-6 Monaten Alter! (Vorher passierten Nickerchen „einfach so“ und sie waren überall möglich. Doch das ändert sich in dieser Altersstufe.)

Achte also unbedingt auf die richtige Länge der Wachphasen. Sie entscheiden enorm über ein schnelles oder schwieriges Einschlafen!

5. Richtiges Timing und Erkennung von Müdigkeitsanzeichen

Du willst Dein Baby zum Schlafen bringen, aber es schreit und wehrt sich gegen das Einschlafen?

Dann kommt hier ein sehr wichtiger Tipp für dich:

Es ist sehr entscheidend, dass dein Baby nicht übermüdet ins Bett gebracht wird, denn ein übermüdetes Baby tut sich in der Regel viel schwerer einzuschlafen.

Beobachte dein Kind und bring es ins Bett, wenn es typische Müdigkeitsanzeichen wie Gähnen, Augenreiben, und Unruhe anzeigt.

Außerdem können folgende Tipps helfen:

  • Konsistente Schlafenszeiten: Halte die Schlafenszeiten so konsistent wie möglich, um die innere Uhr deines Babys zu unterstützen.

  • Beobachte den Schlaf-Wach-Rhythmus: Verstehe den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus deines Babys und plane Schlafenszeiten und Nickerchen entsprechend.

  • Vermeide lange Wachzeiten: Achte darauf, dass die Wachzeiten zwischen den Nickerchen und dem Schlafengehen nicht zu lang sind, um Übermüdung zu vermeiden.

  • Weitere Müdigkeitsanzeichen:

    • Quengeln
    • ein Blick ins Leere
    • glasige Augen
    • verminderte Aufmerksamkeitsspanne
    • Kopf wegdrehen
    • Suche nach Schnuller/Stillen/Fütterung (obwohl es satt ist)
    • Ohren reiben
    • Zappeln
    • Hyperaktivität

Das richtige Timing kann den Prozess des Einschlafens erheblich erleichtern und die gesamte Schlafqualität verbessern.

6. Bettgehzeitroutine einführen

Dein Baby kämpft gegen Einschlafen? Dann achte unbedingt auf die Gestaltung der letzten 1-2 Stunden vor dem Ins-Bett-gehen: Ruhige und entspannte und gleichbleibende Abläufe helfen deinem Kind dabei, den Tag gut abzurunden und langsam zur Ruhe zur kommen.

Babys lernen durch Reize der Umgebung, wann es Zeit ist, schlafen zu gehen. 30 Minuten vor der Schlafenszeit sollten Geräusche reduziert und das Licht gedimmt werden.

Dr. Givan (Direktorin des Sleep Disorders Center, Riley Klinik in Indianapolis) erklärt dazu:

„Unser Gehirn assoziiert Licht und Dunkelheit damit, wach oder schlafend zu sein. Die Lichter nachts zu dimmen – und Baby vormittags hellem Licht/Tageslicht auszusetzen – hilft während des Prozesses“.

Darüber hinaus sollte eine feste Bettgehzeitroutine eingeführt werden. Du kannst hierfür je nach Alter ruhige Elemente einführen:

  • Schlaflied singen
  • ein Buch anschauen
  • ruhig den Tagesverlauf nacherzählen
  • eine Babymassage

Das Wichtigste dabei ist, dass du jeden Abend alles in der gleichen Reihenfolge wiederholst. So weiß dein Baby, was es zu erwarten hat und es lernt, sich zu entspannen.

Die Effektivität solcher festen Rituale vor dem Einschlafen (sowohl abends als auch vor den Nickerchen) wurde wiederholt in Studien nachgewiesen. Nicht nur besserer Schlaf, auch frühere Bettgehzeiten, schnelleres Einschlafen und weniger nächtliches Aufwachen werden als Vorteile einer Bettgehzeitroutine angepriesen.

Klingt erstrebenswert, oder?

7. Vermeiden von Überstimulation vor dem Schlafen

Nochmal: Es ist wichtig, die Umgebung und die Aktivitäten vor dem Schlafen so ruhig und entspannend wie möglich zu gestalten, um Überstimulation zu vermeiden.

Hier einige Vorschläge:

  • Führe ruhige Aktivitäten wie das Vorlesen von Büchern oder sanftes Kuscheln ein, anstatt energiegeladene Spiele kurz vor der Schlafenszeit.
  • Vermeide Bildschirmzeit mindestens eine Stunde vor der Schlafenszeit, da das blaue Licht von Bildschirmen den Schlaf-Wach-Zyklus stören kann.
  • Spiele sanfte Musik oder Naturgeräusche ab, um eine beruhigende Atmosphäre zu schaffen, die dein Baby auf den Schlaf vorbereitet.
  • Ein warmes Bad kann auch helfen, dein Baby zu beruhigen und auf den Schlaf vorzubereiten. (Manche Babys macht es aber auch erst so richtig wach!)
  • Halte das Licht gedämpft und die Umgebung ruhig, um dein Baby nicht zu überstimulieren.

Durch die Schaffung einer ruhigen und entspannten Atmosphäre vor der Schlafenszeit hilfst du deinem Baby, sich zu entspannen und bereit für einen erholsamen Schlaf zu sein.

8. Methoden zum Beruhigen

Es gibt wunderbare Methoden, um dein Baby zu beruhigen und auf den Schlaf vorzubereiten (probiere aus, was für dein Baby am besten funktioniert):

  • Sanftes Schaukeln in deinen Armen oder in einer Schaukel kann sehr beruhigend sein und deinem Baby helfen, sich zu entspannen.
  • Deine Stimme ist für dein Baby sehr beruhigend. Singe sanfte Lieder oder Wiegenlieder, um eine ruhige Umgebung zu schaffen.
  • Weißes Rauschen oder sanfte Musik können eine beruhigende Atmosphäre schaffen und externe Ablenkungen minimieren.
  • Körperliche Nähe wie Kuscheln und Tragen kann für dein Baby sehr tröstlich und beruhigend sein. (Ich weiß aber auch von Babys, die ab einem gewissen Alter „froh“ waren, wenn sie einfach ohne Berührungen liegen konnten.)
  • Eine sanfte Baby-Massage vor dem Schlafengehen kann Wunder bewirken, um dein Baby zu entspannen.

Allerdings ist es wichtig, auf die Entwicklung von Einschlafassoziationen zu achten. Während diese Techniken hilfreich sein können, möchtest du vermeiden, dass dein Baby sich daran gewöhnt, nur mit diesen Aktionen einschlafen zu können.

Es ist ein gutes Ziel, dein Baby dabei zu unterstützen, das selbstständige Einschlafen zu erlernen.

9. Baby zum Schlafen bringen – Schlafassoziationen umgewöhnen

Falls eure Einschlafprobleme in erster Linie mit euren Einschlafgewohnheiten zusammenhängen, ist es vielleicht an der Zeit, diese umzugewöhnen.

Meist bedeutet das, eine nicht mehr funktionierende Einschlafhilfe wie Stillen, Tragen oder Schunkeln abzulösen, indem dein Baby lernt, alleine einzuschlafen. (Hier kann man auch sehr gut sanft und schrittweise vorgehen.)

Mehr dazu findest du hier:

Das Ziel ist es, eine liebevolle und unterstützende Umgebung zu schaffen, die dein Baby ermutigt, die Fähigkeit zum selbständigen Einschlafen zu entwickeln, während es sich sicher und geborgen fühlt.

Wenn du all diese Schritte beachtest hast, wirst du hoffentlich schon bald eine deutliche Verbesserung eurer Kämpfe um Nickerchen und das allabendliche Einschlafen feststellen.

Ich wünsche Dir, dass Eure Zum-Schlafen-bringen-Zeit immer mehr zu einer wunderschönen gemeinsamen Zeit wird.

Deine Sarah

FAQ – Häufige Fragen und Antworten

Mein Baby wehrt sich gegen Schlaf – Warum eigentlich?

Folgende Gründe können das Einschlafen verhindern:

  • Windel voll
  • Hunger (hat es mehr Appetit aufgrund eines Wachstumsschubes?)
  • Allabendliche Schrei-Phasen (besonders in den ersten 3-5 Monaten leider normal)
  • Unwohlsein, Krankheit, Schnupfen
  • Zahnen
  • Echte medizinisch definierte Schlafstörungen (sehr selten; Warnsignale: Schnarchen, Atempausen; Schlafapnoe)
  • Bauchweh, Verstopfung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Verdauungsprobleme bei der Beikost-Einführung
  • Trennungsängste (beginnend mit 8 Monaten, mit Auf und Abs bis weit ins Kleinkindalter möglich)
  • Störfaktoren in der Schlafumgebung (Ist es zu kalt oder warm? Ist die Schlafumgebung zu hell, zu laut oder ablenkend?)
  • Schlafregressionen kurz vor oder während Entwicklungsschüben (meist 2-4 Wochen Dauer)

Während einige Punkte leicht zu lösen sind, benötigen andere mögliche Ursachen, gerade im körperlichen Bereich, mehr Prüfung und Hilfestellung. Im Zweifelsfall sollte der Kinderarzt konsultiert werden. Je nach Grund und Situation, heißt es manchmal auch einfach, das Kind liebevoll zu begleiten und abzuwarten, bis es diese schwierige Phase überstanden hat.

Konkrete Ansätze, um deinem Kind das Einschlafen und Durchschlafen zu erleichtern, findest du in meinem erfolgreichenBabyschlaf-Kompaktkurs.

Mein Baby wehrt sich gegen Einschlafen – und das schon seit Monaten

Was tun bei Einschlafproblemen, die schon viele Wochen oder Monate anhalten?

Im Folgenden vier typische Möglichkeiten:

1. Möglichkeit: Baby ist nicht müde genug (Baby ist fröhlich, kann aber nicht einschlafen)

Babys Tagesroutine scheint nicht (mehr) alters-/entwicklungsgerecht zu sein. Sein Schlafbedarf hat sich womöglich verändert.

Du solltest unbedingt checken, was du von deinem Kind realistischerweise erwarten kannst und seine Tagesroutine entsprechend anpassen. Vermutlich sind die Nickerchen zu lange, die letzte Wachphase zu kurz oder die Bettgehzeit mittlerweile zu früh. Manchmal ist es auch Zeit, ein Nickerchen zu streichen.

Tipp: Ausführliche Infos zu jeder Nickerchen-Umstellung (wann und wie) sowie altersgerechte Tagesabläufe findest du in meinemeBook „Bindungsorientiert durchschlafen lernen“.

2. Möglichkeit: Baby ist überreizt vom Tag (Baby kommt abends nicht zur Ruhe oder schreit)

Babys brauchen Ruhe, Rituale und Routine. Manche mehr, manche weniger. Mit zunehmendem Alter (ab 4-6 Monate) wird ein fester, ruhiger, dunkler Schlafplatz wichtig.

Aktivitäten sollen entsprechend geplant werden und gerade die letzten 1-2 Stunden vor der Bettgehzeit sollten ruhig und entspannt zuhause stattfinden. Weniger ist oft mehr am Tag. Gleichmäßige, „langweilige“ Tagesabläufe helfen insbesondere sensiblen Kindern, abends nicht völlig überreizt und nur am Schreien/Weinen zu sein.

Eine Bettgehzeitroutine kann enorm helfen, um den Tag hinter sich zu lassen und gut einzuschlafen.

Die richtige Dauer der letzten Wachphase und eine frühe Bettgehzeit können ebenfalls hilfreich sein.

3. Möglichkeit: Baby ist übermüdet (Baby schläft trotz Müdigkeit nicht ein)

Dein Baby schreit vorm Einschlafen? Dann ist das zumeist auf Übermüdung und folglich Überreizung zurückzuführen. Babys, die übermüdet, sind, kämpfen oft enorm gegen das Einschlafen, wachen nachts häufiger auf und beginnen gerne viel zu früh ihren Tag. Der altbekannte Trick ‚Lass dein Baby länger auf, dann schläft es besser‘, stimmt also nicht!

Übermüdete Babys sind zumeist längst über den ‚toten Punkt‘ hinaus wachgehalten worden. Entsprechend stören Stresshormone nun das Ein- und Durchschlafen.

Lösungsansätze umfassen: Einen altersgerechten Tagesablauf finden, auf die richtige Länge der Wachphasen tagsüber achten, Müdigkeitssignale früher erkennen, Bettgehzeitroutine einführen und eine feste, frühe Bettgehzeit beachten. (Für diese Themen eignet sich der Babyschlummerland-Babyschlafkurs perfekt!)

4. Möglichkeit: Baby hat Schlafassoziationen (Einschlafgewohnheiten), die nicht mehr funktionieren

Nicht selten ist es so, dass ein Baby an Einschlafhilfen aus der Neugeborenenzeit gewohnt ist, die längst nicht mehr funktionieren. Dann wird das ins Bett bringen schnell zum Kampf. Stundenlanges Nuckeln und Herumwälzen, Tragen und Schunkeln, ablegen und direkt wieder aufwachen – und alles wieder von vorne, viele Eltern können ein Lied davon singen.

Aufgrund der zunehmenden Gehirnreife schlafen Babys mit wachsendem Alter nicht mehr überall ein. Ab 6-8 Monaten kann man häufig beobachten, dass das Einschlafen durch Bewegung seinen Zauber verliert. Plötzlich dauert das Einschlafen im Arm, im Kinderwagen, in der Trage oder in der Federwiege sehr lange.

Dann wird es Zeit, neue Schlafgewohnheiten zu finden, die für alle funktionieren und tragbar sind. Manche Eltern wünschen sich nun, dass ihr Baby lernt, selbstständiger und womöglich in seinem eigenen Bettchen einzuschlafen.

Was sind Einschlafassoziationen und wie kann ich diese umgewöhnen, um meinem Baby zu helfen, besser zu schlafen?

Einschlafassoziationen sind Bedingungen oder Rituale, die dein Baby mit dem Einschlafen verbindet, wie beispielsweise das Schaukeln oder Stillen vor dem Schlaf.

Um diese umzugewöhnen und deinem Baby zu helfen, besser zu schlafen, ist es wichtig, schrittweise und sanft vorzugehen.

Beginne damit, die Einschlaf-Rituale zu ändern, indem du beispielsweise das Schaukeln reduzierst oder dein Baby schläfrig, aber noch wach ins Bett legst. Das Ziel ist, dass dein Baby lernt, ohne diese speziellen Bedingungen einzuschlafen. Konsequenz und Geduld sind hierbei entscheidend.

Es ist hilfreich, eine beruhigende Schlafumgebung zu schaffen und eine entspannende Bettgeh-Routine zu etablieren, um deinem Baby den Übergang zu erleichtern.

Was sind die Vorteile des selbstständigen Einschlafens und wie kann ich mein Baby dabei unterstützen?

Selbstständiges Einschlafen fördert die Entwicklung einer gesunden Schlafhygiene bei deinem Baby. Es hilft beim Durchschlafen, fördert die Selbstberuhigungsfähigkeit und erleichtert auch den Eltern den Alltag.

Um dein Baby zu unterstützen, kannst du eine konstante Schlaf-Routine und eine beruhigende Schlafumgebung schaffen. Starte mit einer entspannenden Vor-Schlaf-Routine wie einem warmen Bad oder einer Massage, um dein Baby auf den Schlaf vorzubereiten.

Wenn es Zeit zum Schlafen ist, leg dein Baby schläfrig, aber wach ins Bett, damit es lernt, ohne Hilfe einzuschlafen. Es ist auch hilfreich, auf die Schlafsignale deines Babys zu achten und konsequent bei der Umsetzung der neuen Schlafgewohnheiten zu sein.

Deine Sarah

Über die Autorin

Sarah Mann

Siebenfache Mama. Zertifizierte Sensitive Sleep Consultant des ISSC Australia. Gründerin von Babyschlummerland. Schreibt seit zehn Jahren über bindungsorientierten Babyschlaf, weil sie selbst Jahre gebraucht hat, um den eigenen Weg zu finden.

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